Impulse 04 im April 2022



Wie Mischfonds für Sachwerte vor Inflation schützen
Die Inflation ist bereits hoch und wird angesichts der Rohstoffpreise voraussichtlich noch weiter steigen. Zinsen sind ein probates Mittel, um den Kaufkraftverlust auszugleichen – doch die suchen Sparer aktuell vergebens. Eine Alternative können gemischte Fonds bieten, die gezielt in Sachwerte investieren.

Wer dieser Tage die Tankstelle ansteuert, sollte einen gut gefüllten Geldbeutel zur Hand haben. Für Autofahrer wird Tanken zum kostspieligen Vergnügen. Infolge des Ukraine-Krieges ist Dieselkraftstoff binnen weniger Tage um fast 50 Prozent teurer geworden und hat damit erstmals den Benzinpreis überholt.

Doch nicht nur an der Tanke wird es immer teurer. Da die Handelsbeziehungen mit Russland in vielen Bereichen auf Eis liegen, steigen die Preise aufgrund des knappen Angebots rasant an.

Sachwerte schützen vor Inflation

Für Anleger stellt sich vor diesem Hintergrund unweigerlich die Frage, wie sie ihr Vermögen zumindest erhalten können. Die vielzitierte Redewendung „Nur Bares ist Wahres“ erscheint in diesem Umfeld die wohl schlechteste Lösung zu sein. Wer seine Kaufkraft erhalten will, kommt nicht an realen Vermögenswerten, sprich Sachwerten, vorbei. Dazu zählen Immobilien, Gold und Rohstoffe, aber auch Aktien.

Vermögensverwalter Bert Flossbach empfiehlt dabei, bei Unternehmen genau hinzusehen: „Allwetterunternehmen, die über hervorragende Produkte, eine starke Wettbewerbsposition und hohe Profitabilität verfügen, sind besser in der Lage, mit steigenden Kosten umzugehen, als anfällige Unternehmen, die wenig profitabel sind und hohe Schulden haben“, meint der Experte.

Auch bei Rohstoffen sollten Anleger nicht blindlings zugreifen. Investitionen in Rohstoffkonzerne bergen zwar hohe Gewinnchancen. Die Verlustrisiken sind jedoch nicht zu unterschätzen. Denn neben dem operativen Geschäft der Unternehmen korreliert die Gewinnentwicklung stark mit der Preisentwicklung der entsprechenden Rohstoffe. Preisanstiege- sowie Rückgänge schlagen direkt auf die Aktienkurse durch. Die Papiere, beispielsweise von Minenkonzernen, sind daher entsprechend schwankungsanfällig. Für Privatanleger macht es vor diesem Hintergrund durchaus Sinn, die Asset-Allokation für ein Inflationsschutzdepot in professionelle Hände zu legen.

Die beiden Manager Ronald Stöferle und Mark Valek verfolgen mit dem Incrementum All Seasons Fund EUR eine universelle und globale Anlagestrategie, die unterschiedliche Anlageklassen in Einklang mit dem gerade vorherrschenden Finanzwetter kombinieren soll. Festverzinsliche Wertpapiere sind in der aktuellen Zusammensetzung „beurlaubt“, da sie laut Stöferle deutlich negativ rentieren.

Perfekt auf die Inflation ausgerichtet

„Als Generalisten können wir nicht für jede unserer Portfoliobeteiligungen tiefgehendes Research durchführen und stützen uns in hohem Maße auf externe Quellen“, schreiben die Manager. Die einzelnen Sektoren werden im Portfolio mit maximal 25 Prozent gewichtet. Zu den größten Fondspositionen zählen neben Gold- und Silber-ETCs der Ölmulti Shell oder Belships, ein in Norwegen ansässiges Reedereiunternehmen. Es besteht seit 1918 und gilt als Wegbereiter der Schwergutschifffahrt. Heute beschäftigt sich die Reederei mit der Trocken- und Tankschifffahrt sowie im Schiffsmanagement.

Das schwierige Börsenumfeld zwischen Inflation, Zinswende und Krieg wirkt wie ein Katalysator auf die Wertentwicklung des Fonds. Das Portfolio zählt im laufenden Jahr zu den besten des Sektors. Seit Jahresbeginn spielt die Strategie, die Valek und Stöferle perfekt auf das Inflationsszenario ausgerichtet haben, einen Gewinn von knapp 24 Prozent ein. Ein Grund dürfte auch die verhaltene Einschätzung gegenüber Wachstumswerten sein, was anhand einer 50-prozentigen Short-Position in Nasdaq und S&P 500 deutlich wird. Seit Auflage im Oktober 2019 beträgt das Plus des Fonds, dessen Preis einmal wöchentlich berechnet wird, 45 Prozent.

Mit dem Schroder ISF Inflation Plus streben die beiden Manager Abdallah Guezour und Malcolm Melville einen Kapitalzuwachs von 5 Prozent über der aktuellen Inflationsrate über einen Zeitraum von fünf Jahren an. Dabei steht ihnen ein breites Spektrum von Anlageklassen aus aller Welt zur Verfügung. Anders als bei Incrementum investieren die Schroders-Experten auch in Anleihen, nämlich solche, die an die Inflation gekoppelt sind.

Hoher Rohstoffanteil

Die größte Rolle im Portfolio spielen derzeit jedoch Rohstoffe. Der Fonds war Ende Februar zu fast 60 Prozent in einen Korb von Rohstoffen und Rohstoffproduzenten investiert, deren Preis über ETCs abgebildet wird. „Die aktuelle Krise wird zu einer weiteren Verringerung des Ölangebots auf den internationalen Märkten führen. Es ist schwer, den genauen Umfang zu bestimmen. Russland exportiert etwa 4,6 Millionen Tonnen pro Tag, von denen 1,6 Millionen Tonnen pro Tag nach China gehen, die Hälfte über eine Pipeline und die andere Hälfte per Schiff. Der Rest wird nach Europa verkauft. Die Quellen für neue Öllieferungen sind in diesem Stadium begrenzt“, erläutern die Manager in ihrem aktuellen Ausblick.

Neben Rohstoffen spielen Schwellenländeranleihen zu rund einem Viertel eine große Rolle im Fonds. Bonds aus Brasilien, Südafrika und Mexiko gehören zu den am höchsten gewichteten Schuldtiteln. Das bereits im Jahr 2000 aufgelegte Fondspaket der Londoner Investmentboutique überzeugte vor allem in den letzten drei Jahren und übertrifft den Durchschnitt defensiver Mischfonds um 17 Prozent. Die jährliche Wertentwicklung übertraf mit 6,6 Prozent zumindest die Inflationsraten der vergangenen Jahre


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