Impulse 04 im April 2020



Corona-Crash - was sollten Anleger tun?

Auch angesichts der gegenwärtigen Markteinbrüche bestehe kein Grund zur Panik, finden Gerd Kommer und Felix Großmann von der Honorar-Finanzanlagenberatung Gerd Kommer Invest. Hier vergleichen sie den Börsenabsturz mit den sechs größten globalen Crashes der vergangenen 120 Jahre – und leiten daraus eine Handlungsempfehlung für Anleger ab.

Am 20. Februar 2020 setzte an den weltweiten Aktienmärkten der Corona-Crash ein, wie wir ihn vorläufig nennen, da sich noch kein allgemein üblicher Name für diesen Börseneinbruch etabliert hat. Der globale Aktienmarkt, gemessen am MSCI ACWI IMI-Index, dem breitesten aller Aktienindizes, erlitt vom 20. Februar bis zum 23. März einen Kursverlust von 34 Prozent, der Dax einen von 37 Prozent.

Aktien waren, sind und bleiben die rentabelste Asset-Klasse. Auch der Corona-Crash ändert nichts an der alten Feststellung, dass Aktien auf lange Sicht und auch in Zukunft gerichtet die renditeträchtigste Asset-Klasse sind. Asset-Klassen (dt. Anlageklassen, Vermögensformen) sind sachlogisch sinnvolle Gruppierungen von Vermögensanlagen wie z. B. Aktien, Anleihen, Geldmarktanlagen (bargeldartige Anlagen), Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe und Sammlerobjekte. Diese Haupt-Asset-Klassen lassen sich vielfältig in Sub-Asset-Klassenuntergliedern. Die spezifische Aufteilung eines diversifizierten Portfolios in Asset-Klassen ("Asset-Allokation") hat einen sehr hohen Einfluss auf seine Rendite-Risiko-Eigenschaften.

Aktien waren nicht nur in den letzten 120 Jahren die ertragreichste Asset-Klasse, sie waren es auch in dem Jahrzehnt unmittelbar vor Einsetzen des Corona-Crashs. Dieses Jahrzehnt (2010 bis 2019) war für einen Buy-and-Hold-Anleger mit einem globaldiversifizierten Aktienportfolio eine weit überdurchschnittlich gewinnbringende Zeitspanne. Der Weltaktienmarkt lieferte in den besagten zehn Jahren außerordentlich hohe Renditen, nämlich real10,7 Prozent p.a. (kumulativ 177 Prozent). Er übertraf damit den Dax (6,8 Prozent p.a.), Gold (4,6 Prozent p.a.), deutsche Wohnimmobilien (4,4 Prozent p.a.) und Bankguthaben (negative 1,1 Prozent p.a) - alle Renditen inflationsbereinigt, in Euro, vor Kosten, vor Steuern.

Aus der Geschichte lernen

Um die Implikationen des Corona-Crashs angemessen zu verstehen, lohnt auch ein Blick in die Historie der Börsenkrisen. Die Tabelle fasst daher einige Schlüsselzahlen zu den sechs größten Aktienmarkteinbrüchen in den letzten 120 Jahren zusammen.

Zeitraum 1900 bis 2019 mit einem maximalen kumulativen Verlust (maximaler Drawdown) von real 45 Prozent oder mehr

Zusammenfassung

⦁ Aktien waren, sind und bleiben die rentabelste Asset-Klasse. - Market Timing schadet wahrscheinlich – auch im Crash.

⦁ Aus der Geschichte können wir lernen, dass dieser noch junge Crash in seinen für Anlegerrelevanten Hauptaspekten vermutlich nicht einzigartig ist. Die Kurse eines globaldiversifizierten Aktienportfolios werden den Vor-Crash-Stand vom 20. Februar 2020 irgendwann wieder erreichen und danach überschreiten. Davon wird primär derjenige profitieren, der nicht vorher verkauft hat. - Auch Immobilien und nicht-börsennotierte Unternehmensbeteiligungen sind nicht immun gegen Corona. - "Aus Aktien raus und in Bankguthaben rein" baut neues, andersartiges Risiko auf (Bankausfallsrisiko), wenn der Verkaufserlös die staatliche Einlagensicherung übersteigt und länger als ein paar Wochen auf dem Bankkonto verbleibt. - Aktien sind jetzt "billig". Die in die Zukunft gerichtete erwartete Rendite der Asset-Klasse Aktien ist jetzt deutlich höher als vor rund einem Monat. -- Risikomanagement geht nicht über "Raus-Rein" – weder im Crash, noch in normalen Zeiten– sondern über eine für den Anlegerhaushalt passende Asset-Allokation aus den Portfoliokomponenten risikobehaftet versus risikoarm.

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