Impulse 02 im Februar 2021



Columbia Threadneedle: Globale Schwellenländer gewinnen an Dynamik
Trotz ihrer weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlergehen konnte die Corona-Pandemie den starken strukturellen Trends, die das Wachstum in den Schwellenländern (Emerging Markets, EMs) vorantreiben, kaum etwas anhaben.

Wir gehen davon aus, dass diese Trends im kommenden Jahr weiter an Dynamik gewinnen werden und die Schwellenländer der wichtigste Motor des Weltwirtschaftswachstums bleiben werden.

Zum Jahreswechsel 2020/21 sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen äußerst günstig. Einige große Volkswirtschaften, darunter vor allem China und Südkorea, waren zuerst von der Pandemie betroffen. Doch dank des drastischen Vorgehens zur Eindämmung des Ausbruchs haben sie sich kräftig erholt und sind in einer guten Ausgangsposition für einen anhaltenden Aufschwung. Die Schwellenländer profitieren insgesamt von den Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen überall auf der Welt. Außerdem haben sie dank ihres höheren Realzinsniveaus noch mehr Spielraum für weitere geldpolitische Impulse als die Industrieländer.

Vor dem Hintergrund des günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds und in der Erwartung einer breiten Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen im Jahr 2021 dürfte sich der langfristige Haupttrend, der die Schwellenländer antreibt – der Übergang vom exportgetragenen zum von der lebhaften Binnennachfrage getragenen Wachstum –, noch stärker manifestieren als bisher.

Nirgends ist das offensichtlicher als im Erstarken der globalen Mittelschichten. Im Oktober hat die Brookings Institution in Washington festgestellt, dass die Mittelschicht in China so schnell wächst wie in keinem anderen Land der Welt zuvor,1 und das „in einer Zeit, in der die globale Mittelschicht bereits historisch einmalige Zuwachsraten verzeichnet, was zum Teil einigen Nachbarländen wie Indien zu verdanken ist“.

Der Brookings-Beitrag prognostiziert, dass bis 2027 1,2 Milliarden Menschen der chinesischen Mittelschicht angehören werden; das entspricht einem Viertel der gesamten globalen Mittelschicht. Zum Vergleich: In den 1950er-Jahren lebten über 90 % der Mittelschichten der Welt in Europa und Nordamerika.

Diese anhaltende Verschiebung wird die Binnennachfrage nach Waren und Dienstleistungen ankurbeln, die zu einem beträchtlichen Teil von schnell wachsenden heimischen Unternehmen gestillt werden dürfte. Wir glauben, dass Themen wie digitale Innovation, E-Commerce und Verbreitung digitaler Zahlungssysteme, finanzielle Vertiefung und Umweltentwicklung – die durch die Pandemie allesamt einen Aufschwung erfahren haben – im kommenden Jahr und darüber hinaus vielversprechende Anlagechancen bieten werden.

„Angesichts des günstigen makroökonomischen Umfelds und der vielversprechenden Covid-19-Impfstoffe glauben wir, dass sich der Übergang der Schwellenländer vom exportgetriebenen Wachstum zur Abhängigkeit von der lebhaften Binnennachfrage stärker denn je durchsetzen wird“

„Viele Anleger sind nach wie vor unterallokiert in Schwellenländern, aber die Argumente für ein Engagement in dieser Anlageklasse werden immer stärker - eine wachsende Zahl von Unternehmen entspricht unserem Anlagestil “Quality Growth”“

Andernorts gibt es dank digitaler Innovationen einige Wachstumsbereiche im Finanzsektor. In Brasilien befeuern die rekordtiefen Zinsen5 Investitionen in Aktien und eröffnen Chancen. Aufgrund der fortlaufenden Deregulierung des Finanzsektors, Strukturreformen und Technologieeinführungen erwarten wir, dass Bereiche wie Online-Brokerage und digitaler Zahlungsverkehr weiterhin gute Perspektiven für hohes Wachstum bieten. Zwar wurde die Reformagenda in den Schwellenländern durch die Pandemie etwas gebremst, doch der langfristige Trend ist intakt. Tatsächlich ist festzustellen, dass in Ländern wie Brasilien, Indonesien, Indien und China wichtige Reformen voranschreiten.

Aus unserer Sicht sind die Wachstums- und Diversifikationsvorteile der Anlageklasse überzeugend, und 2021 dürften sich attraktive Gelegenheiten für den Ausbau des Engagements bieten.


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